HTAD-Event: Handlungsempfehlungen zum Advanced Materials Act an die EU-Kommission übergeben

Hochleistungslegierungen in Windturbinen, Elektrodenmaterialien in Batterien, biokompatible Implantate, Halbleitersubstrate für KI – Advanced Materials sind die unsichtbare Grundlage nahezu jeder industriellen Transformation. Ohne fortschrittliche Werkstoffe keine Energiewende, keine Digitalisierung, keine strategische Souveränität Europas. Am 09. Juni 2026 haben führende deutsche Verbände aus Industrie und Forschung ihre gemeinsamen Handlungsempfehlungen als Inputpapier zum geplanten Advanced Materials Act (AMA) direkt an die Europäische Kommission übergeben.

Das Inputpapier ist das Ergebnis des nationalen Branchendialogs, der vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) initiiert wurde – unter Mitwirkung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE). Das VDI Technologiezentrum hat den Dialog im Auftrag des BMFTR koordiniert und organisiert.

Getragen wird das Papier von einem breiten Bündnis: VDA, VCI, VDMA, VDI, DECHEMA, WDK, BAM und DGM – Industrie, Forschung und Verbände sprechen hier mit einer Stimme.
Die zentralen Botschaften an die EU:

  • Innovationskette von TRL 5–9 lückenlos fördern
  • Europäische Materialdateninfrastruktur aufbauen
  • Risikobasiert regulieren – Regulatory Sandboxes einführen
  • Green Public Procurement als Nachfragehebel nutzen
  • Bürokratie abbauen – Once-Only-Prinzip umsetzen

Der AMA muss eine Beschleunigungsinitiative sein – keine neue Regulierungsschicht.

Herzlichen Dank an alle Expert:innen, die das Papier erarbeitet haben, u. a.: Dr. Silko Grimm, Dr. Stefan Klein, Dr. Eric Maiser, Prof. Dr. Frank Mücklich, Dr.-Ing. Norbert Papenfuß, Kai Peters, Dr. Martin Reuter, Dr. Kathrin Rübberdt, Dr. Eva-Kathrin Schillinger, Daniel Schröder und Prof. Dr. Stephan Schunk.

Download des Inputpapiers