Nanotechnologie und Neue Materialien für mehr Ressourceneffizienz

Innovationen aus den Bereichen Nanotechnologie und Werkstofftechnik können dazu beitragen, stoffliche Ressourcen effizienter einzusetzen und seltene oder umweltbelastende Stoffe zu ersetzen.

Hintergrund und Ziel der Veranstaltung

Angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung und eines immer intensiveren Ressourcenverbrauches wird sich die Rohstoffknappheit in Zukunft weiter verschärfen. Industrienationen wie Deutschland sind gezwungen, die verfügbaren Ressourcen möglichst effizient zu nutzen und dies nicht nur aus Nachhaltigkeits-, sondern auch aus Kosten- und Wettbewerbsgründen.

Der Großteil aller technischen Neuerungen ist unmittelbar mit den Eigenschaften der verwendeten Materialien verknüpft. Die Ressourceneffizienz ist daher ein zentrales Themenfeld innerhalb der Forschungsförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Bereich der Nano- und Werkstofftechnologie. Innovationen aus den Bereichen Nanotechnologie und Werkstofftechnik können dazu beitragen, stoffliche Ressourcen effizienter einzusetzen und seltene oder umweltbelastende Stoffe zu ersetzen. Durch ein intelligentes Materialdesign auf der Nanoskala bieten sich Potenziale, um Produkte und Prozesse auf allen Wertschöpfungsebenen mit erheblich höherer Leistung bei gleichzeitig reduziertem Ressourceneinsatz zu etablieren. Ebenso können Nanomaterialien zur Schonung unserer Umwelt durch ressourceneffiziente Reinigungstechnologien beitragen.

Die Veranstaltung fand am 6.12.2012 vor rund 100 Teilnehmern in Berlin statt. Ziel der Veranstaltung war es, konkrete Ergebnisse innovativer Werkstoff- und Nanotechnologieentwicklungen vorzustellen und dadurch den Transfer in die wirtschaftliche Anwendung zu unterstützen. Aus den Förderaktivitäten resultierende Verwertungsansätze wurden aufgezeigt und Lösungen für Barrieren und Hindernisse bei der Umsetzung diskutiert. Die Veranstaltung richtete sich an Vertreter aus Industrie, Forschung, Technologietransfer und Politik, die an der Schnittstelle der Werkstoff- und Nanotechnologien und dem Bereich Ressourceneffizienz aktiv sind.

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Vorträge der Veranstaltung

  • Kritische Rohstoffe für Deutschland
    Dr. Siegfried Behrendt – IZT Berlin
  • Innovative Technologien für Ressourceneffizienz – Strategische Metalle und Mineralien
    (Dr. Anke Dürkoop – Helmholtz-Institut für Ressourcentechnologie)
  • Nanoskaliger Kohlenstoff für die ressourceneffiziente Produktion von optoelektronischen Komponenten der Zukunft
    (Ivica Kolaric – Fraunhofer IPA)
  • Herstellung von hybriden Leichtbau-Verbundrohren mit integrierten Funktionselementen durch Fluidinjektionstechnik
    (Dr.-Ing. Norbert Müller – Schaumform GmbH)
  • Multifunktionale intelligente PC-Verscheibung für Verkehr und Automobil
    (Dr. Ulrike Schulz – Fraunhofer IOF)
  • Höhere Ressourceneffizienz durch Plasmamodifikation von Oberflächen zur Anpassung von Tribologie und Benetzung
    (Dipl.-Ing. Beate Bergrath – Cerobear GmbH, Dr. Michael Haupt – Fraunhofer IGB)
  • Nano-Korrosionsschutzlacke für dünne Schichten mit unterschiedlichen Bindemittelsystemen
    (Wilfried Weigt; Angela Kuhrt – FEW Chemicals GmbH, Dr. Stephan Zeltner – Institut für Korrosionsschutz Dresden GmbH)
  • Prozessinnovation und Energieeinsparung in der Zement- und Sekundärbrennstoff verwertenden Industrie durch alkalikorrosionsbeständige Schichten und Komponenten
    (Prof. Dr. Christos Aneziris, Prof. Dr. Ernst Schlegel – TU Freiberg)
  • Wasser- und Abwasserbehandlung mittels funktioneller Nanokomposite – NanoPurification
    (Dipl.-Ing. Volkmar Keuter – Fraunhofer Umsicht)
  • Neue keramische Nanofiltrationsmembranen zur prozessintegrierten Wasser- und Lösemitteleinsparung
    (Dr. Uwe Kaetzel – Merck KGaA)
  • HelioClean – Nanotechnologisch funktionalisierte Baustoffe zur solarkatalytischen Luft- und Oberflächenreinigung
    (Dr. Stephan-Peter Blöß – Kronos International Inc.)